Editorial-57

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Hola! Ein neues Jahr ist mal wieder angebrochen, Zeit, um Vorsätze zu fassen, die nur darauf warten, Opfer der gemeinen Angriffe des berühmt-berüchtigten Schweinehundes werden, Zeit, um viel Geld für Silvesterkracher auszugeben, wobei sich ersteres und letzteres ziemlich schnell in Luft auflösen wird... Zeit, um Leuten, die man mag oder nicht mag, ehrlich oder nicht ehrlich, »ein gutes Neues« zu wünschen, Zeit, um alljährlich festzustellen, wie schnell doch das vergangene Jahr mal wieder verflogen ist.

Oder sich die Zeit eben mal nicht stehlen zu lassen von den Männern in Grau oder anderen Alltagsbedränglichkeiten, sondern innezuhalten, um sich bewusst umzuschauen, was uns denn wirklich bewegt. Der Weihnachtstrubel ist ja nun wieder passé, die Weihnachtsgans bereits mit viel Glühwein heruntergewürgt worden und der traute Lichterglanz des Festschmucks schon fast verschwommen. Vielleicht musste man heile Welt spielen, bei anderen durfte die Familie tatsächlich so feiern, wie sie ist, je nachdem welche Vorstellungen alle Jahre wieder in den äußeren Schein hineingewälzt werden. Die Zeit läuft wie ein Film von uns davon, gleitet uns aus den Fingern, ohne dass wir es merken, nimmt sie uns einfach mit... Doch wäre es nicht einmal an der Zeit, vielleicht wirklich was aus seiner Zeit zu machen, den Augenblick, der hier und jetzt abläuft, zu leben, Momente bewusst wahrzunehmen und nicht in ein eckiges Tagesplanmuster zu stecken? Zu fragen, wofür man lebt, anstatt den Lebenssinn in Alltagssorgen und Konformitätsansprüchen verflüchtigen zu lassen? Mach was draus! – vielleicht ein etwas realistischerer Vorsatz fürs neue Jahr, da er in jedem Moment immer wieder neu gefasst werden kann, denn um was zu bewegen ist es nie zu spät!

Ein weiterer Vorsatz fürs neue Jahr könnte für euch natürlich auch sein, sich jetzt einmal ganz bewusst die neue KM zu Gemüte zu führen und die mal wieder mit viel Mühe entstandenen Artikel in sich aufzunehmen. Was man bewegen kann, wenn man die Zeit eben nicht so spurlos an sich vorbei ziehen lässt, sondern handelt, verdeutlichen beispielsweise die Berichte über die derzeit laufenden Studentenproteste gegen Studiengebühren (wer hierbei die Hoffnung schon aufgegeben hat, sollte mal auf www.ichzahlenicht.de vorbeischauen). Ein historischer Rückblick darf zu diesem Thema und noch darüberhinaus natürlich nicht fehlen! Denn die aktuellen Brandherde kreisen nicht nur um das gebührenpflichtige Studium, vielmehr wird das gesamte Hochschulsystem derzeit schleichend einer Komplettumwälzung unterzogen. Wen das kalt lässt, der ist selber schuld! Unseren Blick wollen wir dabei jedoch auch über den Tellerrand der herkömmlichen Bildungswege schweifen lassen zu Alternativen oder der Lage an Schulen in anderen Ländern, wohingegen wir uns hier doch noch glücklich schätzen können. Neben dem zentralen Thema Bildungspolitik ziehen wir darüberhinaus einen Bogen in ganz andere gesellschaftliche Bereiche, so könnt ihr beispielsweise einiges über die Riots in Frankreich, die Symbollosigkeit von durchgestrichenen Hakenkreuzen oder vieles mehr erfahren! Freier Raum für poetische Ergüsse findet sich ebenfalls in dieser Ausgabe. Wer zu guter Letzt noch eine Gebrauchsanleitung für die Kreation des perfekten Schülers benötigt, ist mit der KM 57 auch bestens bedient! Der perfekte Leser hingegen fängt an dieser Stelle einfach zum Losblättern an...

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