Fleisch schmeckt
Aus Kritische Masse Wiki
Quelle: der folgende Artikel erschien im Juli 2005 in der kritischen Masse Nr.55 auf der Doppelseite 8 und 9
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Fleisch schmeckt
Fleisch schmeckt! Über diese Aussage ist es nicht sinnvoll zu diskutieren, denn ob die Sinnesorgane etwas als angenehm oder widerlich einstufen ist etwas Subjektives. Worüber ein Dialog stattfinden sollte, ist der Nebengeschmack den Fleisch haben kann. Wie wurde die Wurscht zu Wurscht, wie werden Schweine gehalten, was bekommen Rinder zu fressen, darf man Tiere für den Verzehr töten, ist Täubleinfleich gesund... Über diese ethischen und gesundheitlichen Fragen kann man streiten. Ist die einzig richtige Konsequenz, den tierischen Konsum abzulehnen? Alle Ernährungsformen (1), ob vegan, vegetarisch oder mit Fleisch haben ihre Vor- und Nachteile, sowie ihre Widersprüche. Wir sind davon überzeugt, es gibt nicht die Wahrheit bezüglich Ernährung. Mit keiner Art der Ernährung ist automatisch verbunden, dass die Welt eine bessere wird, und man dafür in den Himmel kommt. Dennoch wollen wir versuchen, die Ernährungsarten mal genauer zu beleuchten.
Mit Fleisch
Fleischessen hat viele Facetten, die von dem Essen der Grillwurscht von Vattern und dem Essen der Weihnachtsgans, dem Burger zwischendurch bis zu dem gewohnheitsmäßigen Konsum von Fleisch zu jeder Mahlzeit, wobei Gemüse nur auswechselbare Dekorationszwecke einnimmt, reicht. FleischesserInnen könnten dass komplette Tier sinnvoll verwenden (dieses geschieht jedoch selten). Wer Fleisch isst, der muss aber mit der Tatsache leben, dass u.a. für das Steak, die Keule oder den Klops ein Tier getötet wurde. Er trägt eine direkte Verantwortung für den Tod eines Tieres. Fleischessen an sich ist nicht unökologisch, aber so, wie es meistens gelebt wird, schon.
Vegetarisch
Bei der vegetarischen Ernährung konsumiert man zwar kein Fleisch, aber man ist als VegetarierIn doch dafür Verantwortlich, dass Tiere gehalten und getötet werden. Für Milchprodukte müssen Kühe, Ziegen oder Schafe gehalten werden, und wenn ich mir eine Lederbuxe oder Schultasche zulege, dann muss ein Tier auch getötet werden (2). Damit ist die Lebensweise wieder inkonsequent. Wiederum ist - von einem anderen Standpunkt aus betrachtet - der Vegetarismus auch konsequent, denn alle Grundbedürfnisse könnten ökologisch gedeckt werden. Es muss nicht wie bei der veganen Ernährung auf künstliche Ersatzstoffe zurückgegriffen werden. Eiersatz, ein Produkt mit etlichen E-Zusatzstoffen, muss die chemische Industrie gar nicht erst produzieren. Die vegetarische Ernährung kann damit naturverbunden sein. Inzwischen ist auch wissenschaftlich erwiesen, dass bei ausgewogener frischer Ernährung keine Mangelerscheinungen bei gesunden Menschen auftreten müssen.
Vegan
Wer sich vegan ernährt, der isst und trinkt keine tierischen Produkte. Nur wenn sie/er (3) auch vegan lebt, dann ist es möglich, dass keine Tierhaltung und keine Lebendig- oder Totnutzung stattfindet. Das heißt auch, dass sie/er keine Lederschuhe, keine bunten Seidenschals und keine kratzigen Wollpullis trägt... Bei dieser konsequenten Lebensart ist aber die Frage, wie man dann seine (Grund-)Bedürfnisse erfüllen kann. Fangen wir ganz unten an, dort womit sich der aufrechtgehende Mensch von der Erde trennt, beim Schuh (4). Statt Leder kann man andere Materialien wählen. Stoffe sind bei Schuhen möglich, jedoch nicht so strapazierfähig, und sie halten nicht so lange, außerdem bekommt man schneller nasse Füße. Plastik und Gummi sind ebenso nicht grandios (Stinkefüße) und Gore Tex hat den massiven Nachteil, dass dieses bei der Entsorgung Sondermüll ist, der bei der Verbrennung Dioxine erzeugt. Offen bleibt die Frage, wie gesund eine vegane Ernährung ist, und ob man genügend Nährstoffe aufnehmen kann. Studien und die Erfahrung weisen nach, dass diese Ernährung nur für den gesunden Erwachsenen geeignet sein kann. Für Kranke und Kinder ist diese Form gefährlich. Selbst wenn man es schafft, den Eiweißbedarf durch Soja zu decken, so ist die Frage, wo dieses herkommt.
Blick für das Ganze
Bisher ist alles recht plakativ dargelegt worden. Worum es uns geht, ist, dass man alles in einem größeren Zusammenhang betrachtet. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass jedes Lebewesen auf Kosten anderer Lebewesen lebt, aber auch eine Grundlage für andere Lebewesen bietet. Wenn wir ganz Naturverbunden durch den Wald wandeln und mit der Natur eins sind (vgl. taz, Touché), so stören wir dort einige Tiere, und andere Kleinstlebewesen haben wir längst zertreten. In der Stadt, wo man mit seinem Aufenthalt keine Tiere mehr vertreibt, wurden sie schon längst vertrieben, und jedes Mal, wenn man motorisiert auf der Straße fährt oder mit dem Jet von einer Stadt zur anderen fliegt, findet dieses auf Kosten der Umwelt - also auch von Menschen, Tieren, Pflanzen und Ressourcen - statt. Der Auerhahn wurde spätestens durch den Lärm der Flugzeuge in Deutschland vollkommen ausgerottet. In jedem Moment sind wir durch unser Handeln dafür verantwortlich, dass wir etwas verändern.
In der veganen Ernährung und Weltsicht wird das Tier, sein Schutz und seine Würde über die gesamte Umwelt gestellt. Für minimale Vorteile für den Tierschutz werden große Umweltverschmutzungen oder Energieverschwendungen in Kauf genommen. Die Zerstörung der Umwelt hat aber auch die Ausrottung der Tierwelt zur Folge, was ein paradoxes Ergebnis ist.
Andere Aspekte zu dieser Ernährung betreffen das saisonale und regionales Kochen, dass vegan nicht möglich ist. Es werden ausreichend eiweißreiche und Vitamin B-reiche Gemüsesorten und Hülsenfrüchte aus anderen Teilen der Welt benötigt. Dieses führt u.a. zu einem massiven Wandel in der abendländischen Ernährung, was natürlich auch andere leckere unbekannte Speisen entdecken lässt. Vegetarisch kann man deutsche Küche noch "nachkochen", aber vegane Ernährung erfordert einen offeneren Geschmack.
Um sich vegan gesund zu ernähren, muss man sich mit den Inhaltsstoffen der Ernährung intensiv auseinander setzen. Dieses bedeutet, dass nur für Menschen, die kognitiv in der Lage dazu sind und viel Zeit haben, eine gesunde vegane Ernährung möglich ist (z.B. Studierende).
Jugendumweltbewegung
In den letzten Jahren hat in der Jugendumweltbewegung die Diskussion über vegane Lebens weisen zugenommen. Lange Zeit wurden viele Arbeitskreise zu veganer Ernährung und Lebensstil angeboten. Dieses hat u.E. wieder abgenommen, dafür gibt es in der Bewegung etliche Veranstaltungen, bei denen es ausschließlich veganes Essen gibt. Auf dem JUKß in Hittfeld, Heidelberg und Magdeburg gab es nichts Tierisches. Es gibt scheinbar einen Beschluss (5), dass auf JUKßen die Ernährung nur noch vegan sein soll. Beim Herbstspektakel '04 von JANUN wurde vegan gekocht, obwohl alle TeilnehmerInnen Tierproduktkonsumenten waren. Beim Castortransport `03 nach Gorleben wurde von TierrechtlerInnen ein Würstchenstand blockiert und einigen WurstesserInnen das Grillgut aus der Hand geschlagen.
Eine Ausnahme bildete das Sommercamp im Wendland '04. Dort wurde bewusst Fleisch angeboten, damit eine Diskussion über Ernährung stattfand.
Der Beschluss, dass es nur noch Veganes gibt, und dieses (radikale) tierproduktablehnende Verhalten spiegelt aber keineswegs die Mehrheit der Bewegung wieder. Bei einer Befragung (6) der Jugendumweltbewegung (1999/2000) haben sich 9% der Befragten vegan ernährt. Rund 40% waren VegetarierInnen, und die restlichen aßen wenig bis viel Fleisch.
Die Versorgung, die der DJN vor etlichen Jahren auf einem Winterseminar hatte, finden wir sehr interessant. Sie sprachen sich für Fleisch aus und haben für sich ein Schwein beim Bauern schlachten lassen. Alle Teile wurden dann auf der Veranstaltung von den TeilnehmerInnen konsumiert. Die Reste wurden noch an Interessierte verkauft. Was gegen dieses Handeln spricht, ist, dass Fleisch schlechter zu lagern ist und dass Bio-Fleisch die Verpflegungskosten nach oben treiben würde.
Hinter die Kulissen gucken
Diskussionen über Ernährung finden wir arg wichtig, denn nur dadurch kann einem bewusst werden, was man konsumiert. Kreisläufe werden aufgezeigt. So kann man schon verwundert sein, zu erfahren, dass manch Wein, Bier und Essig durch einen Filtrationsprozess nicht mehr vegan sind, dass in Gelatine, Billardkugeln, Tischlerleim, Papier, Lederpflege, Arzneimitteln, Saiten... sich tierische Produkte wieder finden.
Vielen ist auch nicht bekannt, dass alle Demeterprodukte nicht vegan sind, denn ein Demeter- Hof ist nach einer bestimmten Struktur aufgebaut, bei der sich die Nutzung und Bestellung von Feldern und Beeten die Waage hält mit der eigenen Tiernutzung. Es soll ein Kreislauf bestehen, der eine Tierhaltung in dem Maße erlaubt und fordert, in dem der Mist zur Düngung der eigenen Felder verwendet und auf den Feldern auch Futter produziert wird. Im Übrigen werden zur Behandlung von Krankheiten oder zur Prophylaxe anthroposophische und homöopathische Präparate verwendet, die zu einem Teil auch tierischer Herkunft sind. Strenge TierrechtlerInnen müssten also den Konsum von Demeterprodukten jeglicher Art ablehnen, denn mit jedem Kohlrabi und jedem Apfel wird auch die Haltung und Zucht von Vieh unterstützt.
Einige Gedanken
Auffällig ist, dass selbst gedankenlose Fleischkonsumenten kein böses Wort auf ihre Haustiere kommen lassen. Offenbar gibt es zwei Klassen von Tieren. Die einen die man gedankenlos zusammenpferchen und nutzen darf, die anderen, die Kosenamen erhalten und besser leben und mehr verwöhnt werden als manch ein Kind oder PartnerIn. Wie passt das zusammen?
- In der "Ersten Welt", gibt es Hospize und Sterbebegleitung für Haustiere Der Goldfisch wird operiert, der Hund frisiert und danach zu Therapeuten geschickt, wo er seine Massagen erhält.
- Wer sich einmal lautstark über von Hunden verdreckte Gehwege oder Kinderspielplätze aufgeregt hat, wird direkt die Reaktion gespürt haben, dass man als Tierhasser abgestempelt wird.
- Diese schizophrene Sicht der Dinge spiegelt sich auch in dem Ekel, den manche haben, wenn man das Tier auf dem Teller noch als solches erkennen kann, z.B. bei Hühnerbeinen oder ganzen Fischen.
- Sprüche wie: "Fleischesser sind Mörder"(8) Milchtrinken bedeutet "Vergewaltigung von Kühen"(9) oder Legebatterien sind "Hühner-KZ's"(10) sollte man schnell wieder vergessen. Damit wird zu simpel und falsch mit den Begriffen umgegangen. Das Tier wird auf die Ebene des Menschen gesetzt. Wir hoffe, auch TierrechtlerInnen geben uns Recht, das dem natürlichen (!) Leben des Menschen Vorrang vor dem eines Tieres gegeben werden sollte. Wir stimmen der Aussage von dem Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer zu, der von "Erfurcht vor dem Leben" sprach, wir sind auch der Ansicht, dass wir im Einklang mit der Natur leben sollen, damit auch spätere Generationen die Möglichkeit haben, ein lebenswertes Leben zu führen.
Wenn ich die Angebote von ALDI oder anderen Discountern konsumiere, so unterstütze ich die nichtartgerechte Massentierhaltung, den Raubbau in Entwicklungsländern, die massiven Gülle vorkommen, Tiertransporte, ich unterstütze die ALDI- Ideologie, die auf Knebelverträge setzt, die nur auf den Preis und nicht auf die Gesellschaft schaut, eine Einstellung, die Profit über Menschenleben setzt... Wenn ich konventionelles Gemüse oder Getreide (auch Soja) kaufe, so unterstütze ich mit meinem Kauf die Landwirtschaft, in der massiv Spritzmittel (und evt. Gentechnik) eingesetzt werden,(11) in der Monokulturen die Artenvielfalt in Flora und Fauna gefährdet, in der bei flurbereinigten Feldern erhebliche Erosionen stattfinden, in der die Gewässer in einem Übermaße eutrophiert werden, und so auf Kosten der Gemeinschaft und der Zukunft die Ressource Wasser verdreckt wird.
Andererseits muss man auch zwischen den verschiedenen Formen von Viehhaltung differenzieren. Das Hausschwein im Hof, das Essensreste und Abfälle frisst und sich auf Weide sein Fressen selber sucht ist keineswegs mit dem Welthunger in Verbindung zu setzen. Es hat nicht jeder die Möglichkeit ein Tier zu halten, aber wenn man diesen Gedanken im Kopf hat, fällt es einem leichter die Menge Fleisch, die man verzehrt, zu beurteilen. Es ist auch interessant, mit was für Problemen man sich heute auseinandersetzt. Wo soll der Rasenschnitt hin? Heute kommt er in die Biotonne und wird durch die Gegend gefahren, damit er zentral verrottet. Man könnte auch sein / ihr Karnickel damit füttern und dann gibt es einen saftigen Braten und ein schönes Fell.
Unsere Schlussfolgerungen
Für uns sind lebensreformerische und ganzheitliche Ideen wichtig. Das natürliche LEBEN gehört dabei in den Mittelpunkt. Es kann nur Leben geben, wenn es auch Tod gibt, und daher finden wir es nicht dramatisch, wenn Pflanzen gepflückt werden, oder wenn Tiere sterben. Die Sache ist bloß immer, wie dieses stattfindet.
Wir vertreten nicht die Meinung, dass man asketisch leben sollte, aber wir sollten überlegen, ob es nicht möglich ist, wieder bewusst zu leben, nur die Dinge haben zu wollen, die man wirklich braucht, soziale Kompetenzen aufzubauen, mit Phantasie zu leben... wir vertreten den Inhalt von Hans Jonas 'Prinzip Verantwortung' (12) , der da aussagt: "Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden."
Wir finden es nicht vertretbar, dass das energetisch aufwendige und stark Ressourcen verbrauchende Fleisch z.T. günstiger als heimisches Obst verkauft wird. Wenn man Fleisch mag, dann sollte man es bewusst konsumieren. Es sollte immer die Offenheit bestehen, welche Alternativen es zu dem, was ich gerade esse, gibt.(13) Unsere verschwundene Esskultur hat Folgen: immer mehr Menschen verlieren das Gefühl für ihren Körper. Die Generation XXL ist ein großes Problem der Gesellschaft. Genauso gefährlich geworden ist die Gruppe der XXS, die mit Abmagerungsdiäten ihren Körper zerstört. Gesunde Ernährung hat zu tun mit dem Instinkt auf seine Bedürfnisse zu hören, Maß zu halten, auch die Lust auszukosten, aber genauso Verzicht zu üben.
Wir fordern
...weg mit dem Fertigessen und McDonalds, schmeißt die Mikrowellen und Friteusen aus dem Fenster (14), lasst uns wieder mehr lernen richtig zu kochen, Zeit fürs Essen zu nehmen, gemeinsam zu kochen und zu experimentieren, regionale und saisonale Lebensmittel zu verwenden, das Gemüse frisch zu schnippeln, kein Fleisch zu essen (und wenn Fleisch - dann wirklich alles vom Biotier vernünftig verwenden), Bratlinge zu kreieren, Apfelmus durch die Flotte Lotte zu drehen, Spätzle zu schaben, nicht beim Essen zu sparen, einzukochen, Babybrei zu pürieren, Marmelade zu rühren, mit Kindern Plätzchen zu backen, zu wissen, wie frischer Salbei aussieht und wie Thymian riecht, zu erleben, wie groß eine Kuh ist, zu lernen, wie die Löcher in den Käs' kommen... das sind unsere Vorstellungen von Essenskultur. Diese Vorstellungen sind ein Teil von einer gerechten Welt, in der wir friedlich und fair handeln, in der wir Ehrfurcht vor dem Leben haben. Das Fleisch muss wieder einen Wert bekommen.
Der Originaltext stammt von Kristina A. Ostmann & Karsten W. Schulz
Dieser Text ist ein Ergebnis einer zweijährigen Diskussion über eine Entfernung von 300km (+ Kommentare von Uli). Der Text beinhaltet Gedanken aus gleichnamigen Arbeitskreisen und dem Arbeitskreis: "Essen als Protestform oder essend die Welt verändern"
Fussnoten
- 1 Natürlich wissen wir, dass es noch mehr Ernährungsformen gibt. Die meisten kann man aber in diese drei Gruppen sortieren.
- 2 Die Haut von natürlich gestorbenen Tieren ist minderwertiger und empfiehlt sich nicht für das anspruchsvolle Nutzen.
- 3 Wir erwähnen in diesem Text zuerst die Frau und dann den Mann, obwohl nach der alphabetischen Reihenfolge erst er und dann sie kommt. Wir vertreten ein romantisches Rollenbild, bei dem die Maid vor dem Knaben erwähnt wird - entgegen aller Gender-Ideen. Frauen kommen im Alphabet übrigens vor Männern.
- 4 Wir gehen hier nur auf die gängigsten Materialien und nicht auf das Barfußgehen ein, wenn dieses auch die natürlichste Art wäre, aber in unseren Breiten ist es zumindest im Winter nicht geeignet.
- 5 Trotz vielem Nachfragen konnte uns keiner diesen genau mitteilen. Einige meinten, es gebe eigentlich keinen richtigen Beschluss, sondern irgendwann wurde auf Druck einzelner alles auf vegane Ernährung umgestellt.
- 6 Vgl. Schulz, Karsten: JUGENDumweltBEWEGUNG. Packpapierverlag Osnabrück, 2003, S.110.
- 7 Zum Vergleich. Bei sonstigen Jugend-Umfragen ernähren sich rund 4% der Jugendliche vegetarisch und die restlichen essen wenig bis viel Fleisch.
- 8 Mörder ist gem. Strafgesetzbuch § 211, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen (!) tötet.
- 9 Wer bei Melken von Vergewaltigung spricht, der sollte sich wirklich mal damit beschäftigen, was Vergewaltigung bedeutet. Dass ist mehr, als das Ansetzen eines Melkapparates. Ist solch ein Vergleich nicht eher eine Beleidigung für einen vergewaltigten Menschen, wenn man dessen Erlebnisse mit dem Nutzen von Tieren gleichsetzt?
- 10 Der Begriff Hühner-KZ ist falsch, da es in einem Hühnerstall nie darum geht eine Rasse Huhn auszulöschen. In Legebatterien geht es um eine maximale wirtschaftliche Produktivität von Eiern und Suppenhühnern. Die Verwendung von KZ ist eine Herabsetzung der Menschen, die in Konzentrationslagern gefangen gehalten wurden und dort starben.
- 11 Bezüglich dieser Spritztechniken könnte man eher von KZ-Methoden sprechen (was dennoch falsch ist). Den Bauern geht es darum, diese Schädlinge auszurotten. Bei seinem Kampf hat er kein Interesse, dass diese Art weiter existiert.
- 12 Jonas, Hans: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation. Suhrkamp Taschenbuch 1984.
- 13 Bezüglich selber kochen möchten wir verweisen auf das 2004 erschienene Büchlein "Der Mecklenburger. Mecklenburgisches Studentisches Kochen" Meyer-Schulz KG (Hg.) Rostock und auf eine Kochbuch, das von zwei ehemaligen Jugendumweltbewegten herausgegeben wurde: Wagener, Marion/ Ernst, Stefan: Vegetarische Menüs im Wechsel der Jahreszeiten. Xanten 1997.
- 14 Dann aber im Vorgarten die einzelnen Teile zusammensuchen und die Bestandteile vernünftig zu recyclen (z.B. zu Fahrrädern)

