Interview Gendreck Weg

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1)Wie jede Technik bietet die Gentechnik Chancen und Risiken. Was hat euch dazu gebracht, euch so entschlossen auf die Gegenseite dieser Technik zu stellen? Verdienen eurer Meinung nach die positiven Seiten an der Gentechnik gar keine Beachtung?


Ich weiß von keinen positiven Seiten und würde sogar sagen, dass die Umsetzung der Gentechnik die größte Katastrophe ist. Wobei es niemals so hinhaut, wie die Gentech-Lobby sich das vorstellt.

Mein persönlicher Beweggrund ist zum einen mein Betrieb als Berufsimker, den ich nicht mehr gentechfrei führen kann, zum anderen die Zerstöruig der Sortenvielfalt (Artenvielfalt bei Kulturpflanzen) auf der Erde, die als Überlebensgarent für die menschheit dient, da die Sorten sich an das komplexe System der weltweiten Ökologie angepasst haben. Allein beim Mais gibt es über 20000 Sorten für alle verschiedenen Zwecke: Polenta, Süßmais, Brotmais und auch für verschiedene Regionen angepasstes Saatgut. Die Sortenvielfalt wird immer mehr abnehmen wie auch das Wissen, was nur durch Arbeit im Feld direkt wiedergegeben. Der Konzern preist eben lediglich mit Propaganda seine Turbopflanzen an, v.a. in der 3. Welt,

Bei uns läuft das ohnehin schon anders ab

'Interview geführt von Mandus Craiss'

WER WIRD INTERVIEWT/NAME/FUNKTION ???


Das Wissen um die Sorten wird damit nicht mehr in den Händen der Bauern liegen, sondern in

Welthungerargument

Wenn man das als positiv bezeichnet, dass einige Konzerne sich das Saatgut unter den Nagel zu reißen, um damit Macht und Geld zu bekommen, kann ich mir nur an den Kopf fassen.

Ich gehe nicht von einer „guten gentechnik“ und neutralen Wissenschaft aus, die das Wohl der Menschheit als oberstes Ziel hat, daher können die Genforscher noch so sehr die bisherigen ungewollten Nebenwirkungen minimieren, das Problem der Monopolisierung des Saatguts bleibz bestehen,

Ist nicht die Herstellung von Insulin mindestens eine gute Sache?

Aber da gibt es mittlerweile aus Sicht des Patienten viele Fälle von Unverträglichkeit

Kann man durch mehr Forschung an der Gentech diese Unverträglichkeit vermeiden.

Man erreicht vielmehr, in dem man die Ursachen der Diabetes, die in vielen Fällen auf falsche Ernährung zurückgeht, bekämpft als mit großen Pharmaplänen die Folgen zu bekämpfen. Praktosches Beiuspiel wäre die Einführung von Bio-Essen in Schulen, Kantinen etc. und dort nicht mehr Fast-Food verkauft.

Du wirast immer scheinbare Argumente finden, die für dfie Einfühgrung bestimmter Technologien sprechen, aber musst letztlich im Gesamten abwägen – und da überwiegen für mich die Nachteile eindeutig.


2)Kämpft ihr nur gegen grüne Gentechnik oder auch gegen rote und weiþe Gentechnik? Ist nicht Gentechnik an Tieren noch viel unethischer und schlimmer als an Pflanzen? Wir beschränken uns auf die Grüne Gentechnik, aber wir benutzen stattfdessen den ehrlichen Begriff Agro-Gentechnik, da der Begriff Grüne Gentechnik von einer Gentech-PR-Firma entwickelt wurde, weil es nach öko und Hoffnung klingt wie auch das Wort Koexistenz, obwohl diese nicht möglich ist.


3) Was macht den Kampf gegen Gentechnik für euch so wichtig? Es ist eine Technik, die man nie mehr zurück holen kann und die Menschheit auf schleichendem Wege stark dezimieren wird. Alle Verbände in der 3. Welt wie die Hungerhilfe sprechen sich dagegen aus, weil es genau das Gegenteil ist von dem, was wir eigentlich wollen. Auch die Gesundheitsgefahren sind nicht von der Hand zu weisen, zum Beispiel wurde jetzt ein 10jähriger Versuch in Australien eingestellt, weil bei Ratten, die mit Generbsten gefüttert werden, Organveränderungen aufgetretetn.


4 Was hat euch dazu zu dem Entschluss bewegt, beim Kampf gegen die Gentechnik gegen die Gesetze zu verstoþen und mit den Gen-Feldern privates Eigentum zu zerstören?

Erstens verstoßen wir nicht gegen Gesetze, weil es einen Paragraphen zur Noptwehr gibt, zweitens zerstören wir nicht, sondern bewahren – ich bewahre zum Beispiel ganz konkret meinen Honig von gentechnischen Verunreinigungen, die von solchen Maisfeldern ausgehen. Wir machen es, weil das Rausreißen der Genpflanzen die einzig effektive Möglichkeit ist, um unkontrollierte Auskreutung zu vermeinden. Parallel dazu wecken die Aktionen ein großes Medieninteresse, weil wir es öfdentlich machen, weil wir mit unsern Namen und Berufen dahinter stehen, und damit die Politik unter Druck zu setzen, weil mir damit das Märchen der Koexistenz entlarven. und zeigen, dass es eine KO-Existenz ist.

Der Begriff freiwillige Feldbefreier ist angelehnt an die freiwillige Feuerwehr, die den Brand selber zu löschen versucht und auch das umliegende Gebiet zu schützen versucht. Die Gentechnik-Industrtie und die Gen-Bauern, die ich allerdings als Agrar-Unternehmer bezeichnen, da Bauern nach meiner Definition dies nicht tun, zerstört zum einen die jahrtausende alte bäuerliche Arbeit (Sortenvielfalt), zum anderen zerstören sie die Existenmgrundlagen zigtausendern von Imkern und verunrenigen ganz konkret die Nachbarfelder mit Gen-Pollen.


2)Warum reichen euch die legalen Methoden wie z.B. Unterschriftenlisten, Demos, Briefe an Politiker, Gesetzesentwürfe und Petitionen nicht mehr aus?

Weil wir das erstens schon hinter uns hatten und zweitens dies nicht den Erfolg hatte, dass die Gentechnik in Deutschland keinen Einzug gehalten hat.


3)Habt ihr keine Angst vor Repression?

Wir haben uns dahingehend abgesichert, dass wir viele Menshen finden, die Bürtgschaften übernehemen, wenn es zu Prozessen kommt und die Prozesse sind Teile unserer Aktionsformen.


4)Ist nicht jede SortenArtenzüchtung, wie sie Menschen schon seit Jahrtausenden bei Pflanzen und Tieren vornehmen, genauso irreversibel wie die Veränderungen durch die Gentechnik und hat sich unser Ökosystem nicht trotzdem daran gewöhnt?

5) Meine persönliche Meinung ist, dass es nicht das Gesamtökosystem auf der Erde trifft, sondern nur Teile, zum Beispiel das Ökosystem Feld, in dem der Mensch nicht nur als Zerstörer auftritt, sondern auch als Kultuvator. So würde es in Deutschland opfern die Landwirtschaft nur Wälder, Moore und Seen geben, und die Artenvielfalt mit Hasen, Rehen und Störchen, Schmetterlingsarten wurde erst durch bäuerliche Landwirtschaft gebracht -viele davon sind z.B. von sibirischen Steppen gekommen und haben die ursprünglich eher geringe Artenvielfalt vor Ort in den Buchenwäldern ausgeweitet. Im Gegensatz zu dieser bäuerlichen Landwirtschaft steht die indutrielle, kapitalistiche Landwirtschft, die gentech-pflanzen kreiert, sogh. pestizidtolerante pflanzen, wo man die technik nicht mehr der pflanze anpasst, sondern die pflanze der technik – folge ist, es kann das ganze jahr gift auf die felder gekippt werden und die kulturpflanze leidet darunter nicht mehr wie bisher – allerdings alle anderen pflanzen kaputt. Studien aus England zeigen, dass die Wildkräuter-Vielfalt massiv zurückgeht, was z.B. meinen Bienen gar nicht gefällt und langfristig auch zu Artensterben führt.


6)Wie seht ihr die Zukunftschancen eurer Kampagne? Was wäre ein realistisches Ziel?

Zukunftsschancen sehen wir dahingehend, dass die Bewegung im Wachsen begriffen ist, was sich nicht nur auf unsere Aktionen beschränkt und ein realistisches Ziel ist für uns ein Verbot der Gentechnik in Deutschland und Europa. In Großbritannien z.B. haben sich nach einer breiten Bewegung mit vielen Feldbefreiungen die Agro-Konzerne von der Insel verzogen, weil der politische Druck zu groß wurde. Ebenso in Polen, wo jetzt sogar ein Gesetz erlassen wurde, was die Gentechnik in Polen verbietet, was auch auf die öffentlichen Aktionen, u..a Feldbefreeiungen, zurückzuführen ist.


7)Gehen die Reaktionen, die eure Kampagne in der Politik ausgelöst haben, in diese Richtung?

Ja, denn sogar der Genealsekratär der CSU, Söder, hat sich für ein Moratium für Freisetzungsversuche und erst recht kommerziellen Gen-Anbau ausgesprochen hat und auch Seehofer ist zurückhaltend in dem Thema geworden, obwohl früher ein Gentech-Gesetz einführen wollte, was großtechnischen Gen-Anbau ermöglicht. Die Grünen haben zwar zu einem der strengsten Gentech-Gesetzt Europas beigetragen, aber dies führt nicht dazu, dass dei Gentech hier keinen Einzug gehalten hat,. Die SPD ist gespalten in sowohl Befürtworter als auch Gegener, CDU hat auf Lokalebene unter rot-grün noch gegen Gentechnik gewettert, auf Bundesebene trifft sich Merkel mit BASF-Managern, um das Thema Gentech-Gesetze zu „beraten.“ FDP scheint keinen Bezug zur Landwirtschaft zu haben und die PDS/Linke sprechen sich auf Bundestsgebene dagegen aus, sitzen aber in den neuen Bundesländern in Parlamenten, wo die größten Gen-Anbauflächen Deutschlands sind und leisten dort überhaupt keinen Widerstand dagegen. Die Politik nimmt uns auf jeden Fall wahr. Ob sie die Aktionsform ablehnt oder nicht, ist für uns zweitrangig- wichtig ist, dass sie die Gentechnik ablehnt und an deren Verbot arbeiten.

Was würdest du Stan

WO IST DAS VERB ?????

Ein Praktikum auf einen landwirtschaftlichen Betrieb, am besten auf einem Biobetrieb, zum Beispiel über

woof. 

Weil man da das Leben kennenlernt und ganz entscheidende Eindrücke, entdecken, wie erfüllend es sein kann, mit Pflanzen, Tieren und der Erde und den Menschen zu arbeiten, was man in der Schule oder im Studium nicht mitbekommt - viele Bauern und Bäuerinnen braucht das Land.

Hast du sonst was zu sagen?


Der Widerstand kostet Geld und braucht Menschen, also unterstützt uns! www.gend Wen morgen die Welt untergeht, pflanze ich heute noch einen Apfelbaum.. )

WIE LAuTET DIE KOMPLETTE URL  ????

8)Vielen Dank für das Interview!

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