Planspiel JAKalia

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Quelle: Der folgende Artikel erschien im Februar 2004 in der Kritischen Masse Nr.50 auf Seite 12 rechts unten


Planspiel Jakalia

(mib) "Ihr befindet euch auf der Insel JAKalia. Doch leider ist euer mächtiger König Jakob bei einem tragischen Unfall gestorben, mit König Jakob starb gleichzeitig die göttliche Ordnung: Eine Dürre vernichtete große Bestanteile der Ernte, eure Kühe verdursteten jämmerlich, eine große Hungersnot brach aus..."

So ähnlich lautete die Ausgangssituation des Planspiels zu gesellschaftliche Utopien, in dem fünf Dörfer, die von je zwei bis drei Mitspielern verkörpert wurden anschließend die herausfordernde Aufgabe bekamen, angesichts des Todes von Gottkönig Jakob und dem daraus entstehenden Chaos eine neue Form des gesellschaftlichen Zusammen- lebens zu entwickeln. Die verschiedenen Dörfer hatten ihre Richtung vorgegeben. So gab es ein Dorf, in dem die Probleme immer dem Dorfältesten zur Entscheidung vorgelegt wurden, ein Dorf in dem die Frauen das Sagen hatten, ein Dorf in dem von den Bewohnern gewählte Vertreter mehrheitlich über die auftauchenden Probleme entschieden, eines in dem es kein Privateigentum gab und ein Rat die gerechte Verteilung der produzierten Güter beaufsichtigte und eines in dem eigentlich jeder tun und lassen konnte, was er wollte und falls Entscheidungen gefällt wurden, geschah diese nur im Konsens.

Interessanterweise war schon im frühen Spielverlauf eine stark demokratisch-angehauchte Tendenz zu spüren. Schlussendlich versammelten sich alle Dörfer unter Ausschluss der kriegsuchenden Anarchisten(!) um eine Verfassung zu entwerfen. In dieser Verfassung, wurde unter Anderem ein Kriegsverbot, die gerechte Aufteilung der Ressourcen, die Ablehnung von Unterdrückung jeglicher Art und freie Liebe festgeschrieben. Miriam Bräuer

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