Richtigstellung von Helmut Creutz

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In eigener Sache!


Einige Mitstreiter aus dem linken Lager, die sich normalerweise ähnlich wie die Aktiven in der Geld- und Bodenreformbewegung um eine Überwindung der sozialen Ungerechtigkeiten bemühen, scheinen in ihr einen unliebsamen Konkurrenten zu sehen! Denn statt unterschiedliche inhaltliche Auffassungen zu diskutieren, versucht man diese Bewegung als rechtslastig mundtot zu machen. So auch in den Beiträgen zum Themenkomplex „Zinskritik“ in der Ausgabe 56 der BUNDjugendzeitung „Kritische Masse“, bezogen auf meine Person! Da aber weder in meiner Vita noch in meinen Veröffentlichungen Rechtslastiges oder gar Rechtsextremes zu finden ist, konstruiert man einfach entsprechende Kontakte:

Bei meinen 750 Vorträgen und Seminaren war ich vor etwa 20 Jahren drei Mal in einer staatlich geförderten Heimvolkshochschule, in der angeblich vor oder nach mir auch rechte Gruppierungen oder der WSL getagt haben: Deshalb wirft man mir Kontakte mit diesen vor!

Bei meinen hunderten Veröffentlichungen in dutzenden Zeitschriften gab es in einer der Redaktionen einmal ein NPD-Mitglied: Deshalb unterstellt man mir Verbindungen zu dieser Partei!

Mein Buch „Das Geld-Syndrom“ ist vor zwölf Jahren im Langen-Müller-Herbig-Verlag erschienen, der zu einer Verlagsgruppe gehört, in die sich ein rechts eingestufter Finanzier eingekauft hat: Dies wird als Beweis für meine Rechtslastigkeit herangezogen (die dann allerdings auch für Willi Brandt, Norbert Blüm, Simon Wiesenthal, Ephraim Kishon und viele andere dort gedruckte Autoren gelten müsste!).

Es geht bei diesen „Beweisen“ also nicht um Aufklärung, sondern nur um Diffamierungen mit Hilfe der gleichen Kontaktketten-Methoden, mit denen einst die Gestapo Zehntausende unschuldige Menschen in die KZ´s gebracht hat! Dass diese Methoden auch heute noch benutzt werden, und zwar von Menschen die sich als Antifaschisten bezeichnen, ist für mich als Zeitzeuge besonders bedrückend! Ebenso, dass man keine Hemmungen hat, Anschuldigungen auch einfach zu erfinden, wie z.B. die unterstellte Mitgliedschaft in der FSU.

Und das sind meine wirklichen politischen Kontakte, Aktivitäten und Mitgliedschaften seit den 1960er Jahren:

Dritte-Welt- und Friedensgruppen, Humanistische Union, Sozialdemokratische Wählerinitiative, Gustav-Heinemann-Initiative, Mitbegründung der Alternativen Liste und der Grünen, Kandidatur für Kreis- und Landtag, Teilnahme an den Großdemos gegen Vietnamkrieg, Notstandsgesetze und Raketen-Nachrüstung in Bonn, usw.

Außerdem war ich viele Jahre Mitglied im BUND, dem Schriftstellerverband, der Gewerkschaft sowie im „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“, der 1973 mein Betriebstagebuch, „Gehen oder kaputtgehen“, als Starttitel seiner Buchreihe herausbrachte!


Es ist nachvollziehbar, dass jene, die im politischen Raum links an der Wand stehen, alle anderen zwangsläufig als rechts von sich einordnen müssen. Aber es gibt ihnen kein Recht, alle anderen als rechtslastig zu diskriminieren, schon gar nicht mit Hilfe der Faschismus- oder Antisemitismus-Keule! Außerdem geht es bei dem täglich wichtiger werdenden Thema einer Geldreform gar nicht um links oder rechts, sondern um richtig oder falsch, gerecht oder ungerecht, zukunftsfähig oder zukunftsgefährdend! Es geht also um eine Korrektur unseres Geldsystems durch eine Umlaufsicherung, die - wie John Maynard Keynes das in seinem Hauptwerk “Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ ausgedrückt hat - „der vernünftigste Weg (sei), um allmählich die verschiedenen anstößigen Formen des Kapitalismus loszuwerden.“

Und auch von Gesell (bei dem zweifellos ebenso fragwürdige Äußerungen zu finden sind wie bei jedem anderen Zeitgenossen, einschl. Marx!) hatte Keynes eine andere Meinung als heute seine linken Kritiker. So schrieb er, ebenfalls in seinem Hauptwerk: „Ich glaube, dass die Zukunft mehr vom Geiste Gesells als von jenem von Marx lernen wird.“ - Vielleicht ist gerade diese fast seherische Aussage der Grund für einige Linksextreme, mit allen Mitteln die Aktivitäten der Geld- und Bodenreformbewegung zu verleumden, nicht zuletzt um damit Interessierte von der Befassung mit den Inhalten dieser Reform abzuhalten!

Wie wichtig diese Reform jedoch wäre, zeigt sich schon an der Entwicklung der Bankzinserträge, die 1950 noch bei 5% der Nettolöhne und -gehälter lagen, bis 1980 aber bereits auf 34% dieser Lohngröße anstiegen und im Jahr 2000, mit 370 Milliarden Euro, bereits 65% und damit zwei Drittel der Nettolöhne erreichten und diese - wenn nichts geschieht - in etwa zehn Jahren übersteigen werden! Oder um andere Vergleiche zu ziehen: Im Jahr 2000 lagen diese Bankzinserträge bei 80% der gesamten Steuereinnahmen bzw. 130% des Bundeshaushalts! Aber von solchen Fakten wollen die Altlinken nichts wissen, weil sie ihnen nicht ins Konzept passen bzw. bei Marx nicht zu finden sind.


Ich kann verstehen, dass manche Leser durch die Anschuldigungen gegen die Geldreformbewegung und mich irritiert sind. Sie können sich aber an Hand meiner Veröffentlichungen wie auch meiner Vita selbst ein Urteil über meine Person bilden - und vielleicht auch ein Urteil über jene, die auf die beschriebene Weise mich und die Geld- und Bodenreformbewegung zu diffamieren versuchen!

Texte und Grafiken von mir sind z.B. zu finden unter: www.subventionsberater.de , www.politik-poker.de, www.gerechtesgeld.de, www.inwo.de, www.equilibrismus.de und vor allem auf den Seiten www.geldreform.de, auf denen sogar mein Buch „Das Geldsyndrom“ eingesehen und herunter geladen werden kann. Und wer sich für die Auseinandersetzung zu diesem Thema innerhalb der Linken interessiert, findet dort ebenfalls eine interessante Schrift des Rudi-Dutschke-Kompagnons aus der K1, Klaus Schmitt, mit dem Titel „Entspannen sie sich, Frau Ditfurth!“

Aachen, im November 2005

Helmut Creutz:

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