Schon gewusst (3) noch nicht fertig!
Aus Kritische Masse Wiki
Schon GENwusst? (3)
Auch die Gegenseite schläft nicht.
Anstatt wie in der Schweiz auf den Druck der Bevölkerung zu reagieren und einen Volksentscheid über den Anbau von Gen-Pflanzen einzuleiten, reagiert die Politik in Deutschland genau in die entgegengesetzte Richtung:
Sie will die Repression gegen die Feldbefreier verschärfen. Sie will die Möglichkeiten zur Geheimhaltung der Genfeld-Standorte gesetzlich erweitern, obwohl das EU-Gesetz vorschreibt, dass diese allen Betroffenen zugänglich sein müssen (Betroffen sind natürlich alle, jedoch meint die EU betroffene Berufsgruppen wie Bauern und Imker und Gärtner, die jedoch aus dem Bewusstsein heraus, dass eben alle Menschen betroffen sind, die Daten über Greenpeace und andere Organisationen im Internet frei zugänglich machen.) Einzelne Politiker wie Christel Happach-Kasan von der FDP leiten im Bundestag eine Kampagne für Patenschaften ein, die nach dem Modell der Regenwald-Patenschaften von Bundestags-Abgeordneten übernommen werden können – allerdings für Genfelder, wodurch ein noch persönlicherer Bezug von Politikern zu einzelnen Feldern hergestellt werden soll. Dies kann zur Konsequenz haben, dass die entsprechenden Politiker Gegendemos veranstalten oder persönlich Anzeige erstatten oder staatsanwaltliche Verfahren zusätzlich anfeuern.
Um die Akzeptanz von Gentechnik zu vergrößern (Laut einer Emnid-Studie von 2003 wollen 72 % der Befragten keine Gentechnik in der Nahrung, eingeschlossen Tierfutter!), haben sich die Gentech-Lobbies einiges ausgedacht.
- Sie bieten über die Stiftung politische und christliche Jugendbildung e.V. Seminare zum Thema „Grüne Gentechnik“ für Schülerzeitungs-Redakteure und andere „jugendliche Multiplikatoren“ an und treten als Experten auf deren Jugendpressekongressen auf. Die Stiftung politische und christliche Jugendbildung e.V., die auch gerne als CCN GmbH auftritt, ist eine Organisation, die Lobby für unbeliebte Wirtschaftszweige wie Bundeswehr, Lebensmittelchemie oder gar Pelztierfarmen mit „philosophischen“ Beiträgen zu Themen wie Gerechtigkeit und Globalisierung verbindet, deren Anspruch es ist, „eine inhaltliche Gegenbewegung zu den 68ern und ihren Werten zu sein“. - Sie machen mit staatlicher Unterstützung Bildungstouren mit Trucks wie dem „Biolab“ oder dem „Science Life!“-Mobil (einem damals 1,5 Millionen DM teuren rollenden Gentechnik-Labor, das im Frühjahr 2000 auf eine dreijährige Tour an Schulen in Deutschland geschickt werden sollte, allerdings bereits in der fünften Woche auf einem Schulhof bei Gießen von Unbekannten abgebrannt wurde.) - Sie kreieren und verbreiten mit erheblichem Marketing-Aufwand wohlklingende Begriffe wie „Grüne“ Gentechnik oder „Koexistenz“, die nicht selten ungeprüft Eingang in die Medienlandschaft und den öffentlichen Diskurs finden.

