Schwerer Flug (Gedicht)

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Gedicht

Schwerer Flug

 Hitze, unerträglich,
 sie schlingt sich um meinen Körper,
 dringt in mich,
 lässt mich schwitzen,
 und hoffen das es bald vorbei ist.
  
 Dazu die Rauchschwaden,
 dick und grau,
 es liegt in der Luft,
 mein Atem stirbt,
 ich huste,
 und wünsche mir,
 ganz weit weg zu sein.
  
 Meine Augen tränen,
 vielleicht auch vom Fenster-blick?
 Die Tränen mischen sich mit Schweiß,
 warum?
 Wie werde ich so wieder gesund?
 Der Hustensaft ist leer...
  
 Ferne Gedankenstreifen,
 an unwirkliche Personen,
 projeziert,
 macht das Sinn?
 Verhindern kann ich es nicht.
  
 Draußen die Landschaft,
 immer flacher,
 Windräder,
 das Gefühl,
 draußen fliegen zu wollen.
  
 Felder, Laubbäume,
 alles weich,
 mit kleinen Bächen zwischendrin,
 die sich schlängeln,
 ab und zu Häuser,
 die stören nur wenig,
 sind ja bald vorbei.
  
 Die Gedankenstreifen,
 werden silber, leuchtend,
 ziehen durch die Landschaft,
 in die Wolkengebirge,
 im Sonnenuntergang.
  
 Möchte singen,
 aber die Stimme erstirbt,
 im Ringen nach Luft,
 die zwar kühler,
 aber immer dicker wird.
  
 Die Landschaft stoppt ihren Flug,
 die Tür geht auf.
  
 Frische Luft mit Windhauch,
 ein paar rote Blumen auf dem Bahnsteig,
 keine Gedanken an nicht-Personen,
 sondern Sehnsucht nach Flügeln,
 blau müssten sie sein,
 mit Schnee darauf.
  
 Die Tür geht zu,
 warum rauchen die Leute soviel?
 Weiterfahrt mit rauhem Boden.
  

Anna Henz

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